Ronda
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Ronda ist eine der Städte, die zwischen Realität und Legende schwankt. Einst durch ihre geografische Lage abgelegen, Stadt der Stierkämpfer und Banditen und Ziel verschiedener Menschen, die von ihr fasziniert waren, ist Ronda heutzutage eine lebendige Stadt in einer wichtigen Gegend von Malaga Provinz, nur 50 km von der Costa del SOL, wo man eine Vielzahl an Monumenten besichtigen und geniessen kann. Die Gastronomie, Fiestas und die Atmosphäre tragen dazu bei, dass sich der Mythos in dieser Stadt noch verstärkt.
Puente nuevo (die Neue Brücke) de Ronda
Diese großartige Arbeit von Ingenieuren wurde in der 2. Hälfte des 18. Jh. konstruiert. Es ist der beste Platz um den Besuch in Ronda zu beginnen.
Ronda liegt im nordwestlichsten Teil der Provinz Malaga, eine Stadt, die sich über einer 120 Meter tiefen Schlucht befindet und geschichtlich zu den ältesten Städte Spaniens gehört. Der kleine Fluss Guadalevin durchfliesst die Stadt und teilt sie in zwei Gebiete. Das Flussbett besteht aus einem tief eingeschnittenen Steilhang mit einer Höhe von hundert Metern und ist heute ein Wahrzeichen der Stadt.
Auf der einen Seite gibt es das neue, breite und fröhliche Ronda mit der historischen Stierkampfarena, auf der anderen Seite das sehr antike und geheime Ronda mit abseits gelegenen Palästen und Kirchen und wo man die Plaza de la Duquesa de Parcent bewundern kann, an die sich das Colegiata de Santa Maria de la Encarnación anlehnt, ein Tempel mit komplexer Architektur und über den Resten einer arabischen Moschee errichtet, erhebt sich die gotische und kolossale Kirche aus der Epoche der Renaissance.
Die Stile und Ursprünge mischen sich in dieser weissen Stadt des Kunsthandwerks: Türme wie das Minarett San Sebastian, Paläste wie Mondragón und Salvatierra; Kirchen aus der Renaissance, des Barocks und Gotik; die antiken und gut erhaltenen arabischen Bäder und Tore in den alten Mauern wie das Tor Felipe V.
All dies verbindet sich mit einer wunderschönen Landschaft, Brücken die als Aussichtspunkte dienen, Springbrunnen wie Ocho Caños neben der Kirche Padre Jesús und die Stierkampfarena, eine der ältesten Spaniens. Ein purer ästhetischer Genuss für jeden Reisenden.
Feste in Ronda
Was die Feste betrifft, die in dieser Stadt gefeiert werden, müssen die Semana Santa (März - April), die Romería de Nuestra Señora de la Cabeza (Mai), der Karneval (Februar) und die Feria de Pedro Romero (September) erwähnt werden.
Persönlichkeiten und Ronda
Persönlichkeiten: Ausser den legendären Banditen “El Tempranillo” und “El Tragabuches”, gibt es viele Persönlichkeiten, die über die Zeit hinweg mit stark Ronda verbunden waren. Ernest Hemingway, Autor von Romanen wie “Der Alte und das Meer” und “Tod am Nachmittag”, war ein “Aficionado” der Stierkämpfe. Seine Vorliebe zum Stierkampf führte ihn nach Ronda, wo er verschiedenen Stierkämpfen seines Lieblingsstierkämpfer Cayetano Ordóñez beiwohnte.
Ausserdem muss hier auch der Lyriker Rainer Maria Rilka genannt werden, der Ronda “die geträumte Stadt” nannte. Rilke, der wegen des Klimas und der Höhenlage nach Ronda kommt, schreibt hier einen Teil seines literarischen Schaffens.
Sehenswürdigkeiten in der Nähe und Die Umgebung von Ronda
- Die Cueva de la Pileta , die 1924 zum Kulturdenkmal erklärt wurde. Sie verfügt über eine wichtige Ansammlung an Höhlenmalerei und liegt in Benaoján.
- Die Ciudad Romana de Acinipo befindet sich an der Schnellstrasse MA- 486, in der Nähe von Setenil.
Ausser den Spaziergängen an den monumentalen Bauwerken vorbei in den wunderschönen Strassen, bietet die Umgebung von Ronda, die man auch “Das feuchte Andalusien” nennen könnte, dem Besucher eine Vielzahl an Alternativen: Berge mit steil abklaffenden Hängen, wo man Klettern kann, weitreichende Koniferwälder, wo wir die Spanische Tanne im Naturschutzpark Sierra de las Nieves finden; die Sierra Bermeja, Schutzort der unvergleichlichen Tannensorte; Sierra Crestellina, ein Paradies des Aasgeiers und anderen Raubtieren. Es ist zweifelsohne ein Ort, an dem sich jeder Naturliebhaber und Freund des Aktivtourismus erfreut.